Die Mozartwoche in Salzburg

21. – 31. Jänner 2021

Musico drammatico: Das bedeutendste Mozartfestival der Welt präsentiert 2021 Mozarts Werke in Moll und stellt den Komponisten als Musikdramatiker in den Mittelpunkt.

Die Mozartwoche 2021 greift den Komponisten als Musikdramatiker aus dem vielfältigen Mozart’schen Kosmos heraus: Der musikalische Schwerpunkt liegt auf den Werken in Moll, weil jenen diese unmittelbare dramatische Wirkung besonders inne liegt. Rolando Villazóns dritte Mozartwoche lebt das Credo „Mozart pur“ in jedem einzelnen Programmpunkt und vereint nahezu alle Stücke, die Mozart in Moll komponiert hat. „Als Leser der menschlichen Seele und als unvergleichlicher Übersetzer dieser abstrakten Licht- und Schattenwelt präsentiert sich uns Mozart als der vollkommenste musico drammatico“, resümiert der Intendant.

„Wir werden den besten Mozart hören, ihn spüren und erleben! Rolando Villazóns Programm Musico drammatico ist Emotion pur. Die Fülle an bewegenden, spielerischen und innovativen Projekten der Mozartwoche 2021 bietet Salzburg und den Mozartbegeisterten aus aller Welt auch im nächsten Jänner wieder ein ganz außergewöhnliches Mozart-Fest“, so der Präsident der Stiftung Mozarteum, Johannes Honsig-Erlenburg.

Die Mozartwoche 2021 versammelt universale Ausdrucksformen wie Musik, Tanz, Pantomime und Puppenspiel, die Mozart so sehr liebte, um seine dramatische Vielfalt auf der Bühne widerzuspiegeln. Das erste Festival des Jahres bietet 2021 knapp 65 Veranstaltungen, darunter drei szenische Bühnenprojekte, drei konzertante bzw. halbszenische Opernaufführungen, Orchesterkonzerte, Kammermusik, Tanz, Pantomime, Film, Talk und vieles mehr.

Szenische Projekte

Die Mozartwoche 2021 bringt eine Reihe bewegender, spielerischer und innovativer choreografischer Projekte: Sacred Mozart erzählt vom Tod von Mozarts Mutter 1778 in Paris. In einer szenisch-choreographischen Kreation werden Regisseur Andreas Heise und Dirigent Václav Luks eine musikdramatische Annäherung an diesen Wendepunkt in der Biographie des Komponisten entwickeln. Auf poetische Weise erzählen sie die Geschichte mit einem gemischten, sowohl tanzenden als auch singenden Ensemble auf der Basis sorgsam ausgewählter geistlicher Werke, wie z. B. der Krönungsmesse oder dem Ave verum corpus. In Mozart Moves! – Ewig Dein Dich Liebender im Salzburger Landestheater mit Magdalena Kožená im Zentrum, formen sich Konzertarien, Lieder, Tänze und kaum bekannte Fragmente aus Mozarts Feder zu einem fesselnden musikalischen Erzählstrang, der sich mit einer choreographischen Interpretation zum veritablen Musiktheater rund um die verschiedenen Facetten von Liebe verbindet. Zudem feiert die 2020er Mozartwoche-Produktion Pùnkitititi! im Salzburger Marionettentheater eine triumphale Rückkehr.

Oper halbszenisch und konzertant

Sir András Schiff setzt seinen konzertanten Da Ponte-Zyklus mit Don Giovanni fort und präsentiert das Drama vom „bestraften Wüstling“ (Il dissoluto punito) mit seiner Cappella Andrea Barca und einer Starbesetzung, u. a. mit Sylvia Schwartz, Mauro Peter, Luca Pisaroni und Julia Lezhneva. Robin Ticciati und das Chamber Orchestra of Europe werden zusammen mit einem jungen SängerInnen-Ensemble die unvollendete Oper L"Oca del Cairo in der Felsenreitschule als frisches, zeitgemäßes, minimalistisches Musiktheater aufführen, szenisch eingerichtet von Freddie Wake Walker und mit Musik von Mozart selbst und Liebesgedichten von Bertolt Brecht ergänzt. Ivor Bolton und die Camerata Salzburg präsentieren die letzte Oper, die Mozart für Salzburg komponiert hat, konzertant: Il Re Pastore.

Herausragende Mozart-DirigentInnen, Ensembles und Orchester in Salzburg

Das Festival wird von zwei feierlichen Konzerten umspannt, die jeweils Rückschau und Ausblick bieten: Im Eröffnungskonzert dirigiert Keri-Lynn Wilson das Mozarteumorchester Salzburg; im Abschlusskonzert wird das Ensemble Europa Galante unter der Leitung von Fabio Biondi Mozarts selten zu hörendes Jugendwerk Die Schuldigkeit des Ersten Gebots KV 35 aufführen. Thomas Hengelbrock wird das Balthasar-Neumann-Ensemble in einem speziell für diese Mozartwoche konzipierten Pasticcio für Tenor und Sopran, Szenen einer Ehe, dirigieren. Das Akademiekonzert 2021 gestaltet das Freiburger Barockorchester zuammen mit Kristian Bezuidenhout und Tenor Daniel Behle. Das Ensemble L’Arpeggiata unter der Leitung von Christina Pluhar kehrt mit zwei geistlichen Werken in Moll, der Missa Brevis und dem Requiem zurück, und das Mozarteumorchester, der Bachchor Salzburg und Robert Levin bringen mit Riccardo Minasi am Pult ein historisches Konzert Franz Xaver Mozarts aus dem Jahre 1805 zur Wiederaufführung. Die Mozart"sche Liebeserklärung an Constanze, die Messe in C-Moll, wird von Alain Altinoglu, den Wiener Philharmonikern, einer handverlesenen SolistInnenbesetzung und der Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor aufgeführt. Daniel Barenboim setzt seinen Zyklus der späten Sinfonien und Klavierkonzerte mit den Wiener Philharmonikern fort. Unterstützt wird er dabei von der Mezzospranistin Marianne Crebassa. Auch Mitsuko Uchida spinnt ihren Mozart-Reigen mit dem Mahler Chamber Orchestra mit zwei Klavierkonzerten und der Ballettmusik aus Idomeneo weiter.

Erlesene Kammermusik – hochkarätige SolistInnenkonzerte

Sie kennen sich von Kindesbeinen an, seit vielen Jahren sind sie umjubelte Duopartner: Die Tastentitanen Martha Argerich und Daniel Barenboim spielen ausgewählte Werke Mozarts zu vier Händen. Das Hagen Quartett kommt mit den sechs Haydnquartetten. Einen Liederabend bestreitet Sir András Schiff mit seiner Don Giovanni-Besetzung im Großen Saal. Jungpianist Maximilian Kromer tritt mit dem Quatuor Van Kuijk auf, Robert Levin zusammen mit dem Quatuor Hermès. Weiters kommen die Streicher vom Spunicunifait Quintett ins DomQuartier und Hannfried Lucke ist bei einer morgendlichen Orgelstunde zu erleben.

Trazom!

Die Festival-Reihe Trazom! pustet den Staub von so manchem tradierten Mozart-Bild und nähert sich dem Komponisten und Menschen auf unkonventionelle Art und Weise mit einem Augenzwinkern. Trazom! (Mozart rückwärts gelesen) umfasst Projekte, die einen anderen, spielerischen Blick auf Mozart eröffnen. Der Pianist Jory Vinikour gestaltet einen Abend mit Stummfilmen und bringt Mozart mit Charlie Chaplin zusammen: Mozart meets Chaplin and a Cat. Magic Mozart, eigens für die Mozartwoche kreiert, verknüpft Tanz, Pantomime, Akrobatik, Objekttheater und Musik in der SZENE Salzburg zu einem magischen, bewegenden Gesamtkunstwerk. Im OVAL – Die Bühne im EUROPARK lädt Der Kleine Mozart auf eine musikalische Reise für die ganze Familie ein.

Das beliebte Format Briefe und Musik wird 2021 mit Eldbjørg Hemsing auf Mozarts „Costa“-Violine, Marie Sophie Hauzel am Hammerklavier und Schauspielerin und Publikumsliebling Adele Neuhauser (Rezitation) von drei Künstlerinnen gestaltet. Cara sorella mia beleuchtet die Beziehung von Wolfgang Amadé zu seiner Schwester Maria Anna anhand der Korrespondenz des Geschwisterpaars. Und natürlich wird auch Mozarts Geburtstag am 27. Jänner wieder auf die mexikanische Art gefeiert, mit Mariachis und Serenaden für das Geburtstagskind.

Meisterkoch Toni Mörwald kredenzt ein opulentes Festmahl inspiriert von Mozarts Zeit, in Zusammenarbeit mit dem Stiftskulinarium St. Peter. Hinzu kommen noch Filmvorführungen sowie Gespräche mit KünstlerInnen und Mozart-ExpertInnen.

Mozartwoche on tour

Seit 2019 ist das wichtigste Mozart-Festival der Welt nicht nur in Salzburg zu erleben, denn die Mozartwoche geht auf Tournee, mit KünstlerInnen und ausgewählten Konzerten aus dem Programm sowie einer exklusiven Auswahl der größten Schätze aus dem Besitz der Stiftung Mozarteum Salzburg. 2019 spielte die Mozartwoche beim Festival de Pâques d"Aix-en-Provence und beim George Enescu Festival in Bukarest vor ausverkauften Sälen. 2020 macht das Festival zwischen März und November in Deutschland, Belgien sowie der Schweiz Station.

Details zur Mozartwoche 2021

SACRED MOZART

Der Tod von Mozarts Mutter Anna Maria, die 1778 in Paris überraschend mit 58 Jahren starb, als sie mit ihrem Sohn auf Reisen war, zählt zu den dramatischsten Einschnitten im Leben von Wolfgang Amadé. Vater Leopold hatte keinen Urlaub bekommen, also musste sie den 21-Jährigen begleiten; bis heute unvermindert anrührend sind Mozarts Briefe, in denen er den Vater schrittweise auf den gerade eingetretenen Tod seiner Frau vorbereitete. In dieser szenisch-choreographischen Kreation werden Andreas Heise als Regisseur und der Dirigent Václav Luks in enger Zusammenarbeit eine musikdramatische Annäherung an diesen Wendepunkt in der Biographie des Komponisten entwickeln: Auf poetische Weise erzählen sie die Geschichte mit einem gemischten, sowohl tanzenden als auch singenden Ensemble auf der Basis sorgfältig ausgewählter Werke. Formidable Kräfte mit dem Wissen um historische Aufführungspraxis formen zusammen eine moderne Sicht auf ein existentielles Thema.

Mit: Collegium 1704, Collegium Vocale 1704, Václav Luks Dirigent, Andreas Heise Regie, Choreographie, Anna Lucia Richter Sopran, Anke Vondung Alt, Krystian Adam Tenor, Krešimir Stražanac Bass Bariton, Alexander Krichel Hammerklavier TänzerInnen: Yolanda Correa, István Simon, Ole Willy Falkhaugen u. a.

Eine Neuproduktion der Stiftung Mozarteum Salzburg.

„EWIG DEIN DICH LIEBENDER...“

Konzertarien, Lieder, Tänze und kaum bekannte, aber außergewöhnliche Fragmente aus Mozarts Feder formen einen fesselnden musikalischen Erzählstrang, der sich mit einer choreographischen Interpretation zum veritablen Musiktheater rund um die verschiedenen Facetten von Liebe verbindet: Streichquintett und drei Bläser treten ebenso wie Tänzer als szenisch-musikalisches Ensemble an die Seite von keiner Geringeren als Magdalena Kožená.

Mit: Magdalena Kožená Mezzosopran, Reginaldo Oliveira Choreographie und Szene, Shane Woodborne Musikalische Konzeption, TänzerInnen des Salzburger Landestheaters, Oktett der Camerata Salzburg

Eine Neuproduktion der Stiftung Mozarteum Salzburg in Kooperation mit dem Salzburger Landestheater.

L’OCA DEL CAIRO

Wer kennt schon die Gans von Kairo? „die Aria Buffa – das Quartett – und das finale kann ich sagen daß ich ganz vollkommen damit zufrieden bin, und mich in der that darauf freue“, zeigte sich der knapp 28-jährige Komponist überzeugt, schien aber das Scheitern des Operabuffa-Projekts schon zu fühlen: „drum wäre mir leid wenn ich eine solche Musique müsste umsonst gemacht haben...“ Das Libretto um zwei in einem Turm eingesperrte Damen und ihren im Inneren einer mechanischen Gans eingeschleusten Retter, eine Parodie auf das Trojanische Pferd, war Mozart schließlich doch zu albern. Die Fragment gebliebene Partitur zeigt ihn freilich auf dem Weg zum begnadeten Buffa-Komponisten. Köstlich gefüllt und angereichert mit weiteren Werken Mozarts, kredenzt nun ein junges Ensemble mit Robin Ticciati am Pult die Gans als knuspriges neues Musiktheater in der Regie von Frederic Wake-Walker.

Mit: Chamber Orchestra of Europe, Robin Ticciati Dirigent, Frederic Wake-Walker Regie und Konzept, Markus Werba Bariton, Mária Celeng Sopran, Linard Vrielink Tenor, Thomas Atkins Tenor, Vuvu Mpofu Sopran, Joélle Harvey Sopran, Gyula Orendt Bariton

Eine Neuproduktion der Stiftung Mozarteum Salzburg.

PÙNKITITITI!

Mozart als Harlekin: Im Fasching 1783 trat er kostümiert in einem eigenen Werk auf, Panta lonet colombine, einer Satire nach dem Vorbild der commedia dell’arte. „die Erfindung der Pantomime, und die Musick dazu war beydes von mir“, schrieb er dem Vater stolz. Leider ist das Stück nur als Fragment überliefert. Schon 1778 hatte er in Paris zu einer Ballettmusik beigetragen, die einer Oper von Niccolò Vito Piccinnials Pauseneinlage diente und sogar besser ankam als diese: Les petits riens. Auf Basis dieser beiden Kleinigkeiten, für die Mozartwoche bearbeitet vom jungen Komponisten, Arrangeur und Geiger Florian Willeitner für sein Pool of Invention Ensemble, entwickelt der opernerfahrene amerikanische Theatermacher Doug Fitch ein neues Stück, zugeschnitten auf den speziellen Zauber des Salzburger Marionettentheaters. Erzählt wird die Geschichte eines Opernsängers mittleren Alters, der als Gast in einem Flughafenhotel in eine existenzielle Krise gerät. Indem die unbelebten Objekte in seinem Zimmer ein Eigenleben entwickeln und dabei seine inneren Dämonen bekämpfen, erkennt er, wie reich sein Leben tatsächlich ist.

Mit: Doug Fitch Regie, Bühne, Kostüme, Florian Willeitner Musikalische Leitung, Pool of Invention Ensemble, Ensemble des Salzburger Marionettentheaters, James Smith Co-Regie, Stephen Greco Libretto

Eine Wiederaufnahme. Eine Produktion der Stiftung Mozarteum Salzburg zur Mozartwoche 2020 in Kooperation mit dem Salzburger Marionettentheater.

WIENER PHILHARMONIKER

Wenn die Wiener Philharmoniker, für Rolando Villazón „eines der besten ‚originalen‘ Mozart- Orchester überhaupt“, mit Daniel Barenboim ihren doppelten Zyklus der großen Klavierkonzerte und Symphonien Mozarts fortführen, geht das nicht zuletzt bei Werken wie dem schmerzlichen c-Moll-Konzert, der nah an der Dramatik des Don Giovanni angesiedelten Prager Symphonie oder dem festlichen Prunk des Krönungskonzerts KV 537 aufs Schönste Hand in Hand mit dem Generalmotto dieser Mozartwoche und ihrer Theaterluft atmenden Partituren. Das gilt auch für das spirituelle Drama der fulminanten c-Moll-Messe: Alain Altinoglu setzt sie im Verein mit dem Wiener Staatsopernchor und prominenten Solisten ebenso in musikalische Szene wie eine Reihe rarer und berühmter Arien.

GASTORCHESTER

Teil zwei von Sir András Schiffs Da-Ponte-Trilogie in der Felsenreitschule: Don Giovanni, dieser Scheitelpunkt der Operngeschichte. Mozarts zeitloses Drama giocoso teilt die Historie in ein Davor und ein Danach, blickt auf den Barock zurück und zugleich vorwärts in das moderne Musikdrama; ein namhaftes Ensemble schart sich um einen fulminanten Newcomer in der Titelpartie. Unter Thomas Hengelbrock wird die Beziehung zwischen Wolfgang und Constanze in Wort und Ton lebendig; Robin Ticciati will das faszinierende Chiaroscuro an seiner Musik herausarbeiten; das Akademiekonzert mit Daniel Behle orientiert sich am Programm von Mozarts historischem Konzert vom 23. März 1783; Christina Pluhar wird ihren Abenteuergeist dem Requiem widmen; Mitsuko Uchida bettet die dramatische Idomeneo-Ballettmusik zwischen Klavierkonzerte ein. Und im Schlusskonzert unter Fabio Biondi bildet nach der Schuldigkeit des ersten Gebots die Sinfonia concertante KV 364 zugleich einen Ausblick auf die von Streichern dominierte Mozartwoche 2022.

SALZBURGER ORCHESTER

Im Eröffnungskonzert mit dem Mozarteumorchester Salzburg klingt mit dem Konzert für Flöte und Harfe die Mozartwoche 2020 nach, bevor sich unter Keri-Lynn Wilson erstmals das Musico drammatico-Thema voll entfaltet. Es setzt sich in der Sinfonia concertante KV 364 mit Renaud Capuçon fort, einem Paradebeispiel für dramatisch sprechendes Komponieren bei Mozart, wobei die junge Litauerin Giedrė Šlekytėam Pult der Camerata Salzburg steht, und verdichtet sich im Programm von Ion Marin und dem Sinfonieorchester der Universität Mozarteum im Zeichen eines musikalischen „Sturm und Drang“. Ivor Bolton dirigiert die Camerata und junge Stimmen in einer konzertanten Aufführung von Il re pastore, dem letzten noch für Salzburg entstandenen dramatischen Werk Mozarts, wenn auch vorwiegend lyrischen Charakters. Und Robert Levin, Riccardo Minasi, Bachchor und Mozarteumorchester laden zu einer Zeitreise – zurück in jenes Konzert, das Mozarts Sohn Franz Xaver Wolfgang am 8. April 1805 im Theater an der Wien gegeben hat.

KAMMER- UND SOLISTENKONZERTE

Es sind die melodische Qualität und die Selbständigkeit der Stimmen, die auch in der Kammermusik das bühnenmäßige Element von Mozarts kompositorischer Sprache fühlen lässt. Das gilt nicht zuletzt für die sechs Joseph Haydn gewidmeten Quartette, in denen Mozart mit dem väterlichen Freund in einen von Esprit erfüllten Austausch tritt, der selbst einem musikdramatischen Dialog gleichkommt. Es setzt sich aber auch in Quartettformationen mit Klavier sowie in den Streichquintetten fort, in denen Mozart mit einer zusätzlichen Viola die Mittelstimmen aufregend anreichert. In einer Mozartiade präsentieren Sir András Schiff und Solisten seiner Don Giovanni-Deutung sämtliche Mozart-Lieder als Keimzellen und Miniaturenmusik dramatischen Denkens. In einem Orgelkonzert erklingen drei wunderbare Moll-Stücke – außerdem werden Martha Argerich und Daniel Barenboim ihre unvergleichliche Dynamik als Klavierduo in Mozarts Musik investieren.

Stiftung Mozarteum Salzburg
Schwarzstraße 26
5020 Salzburg

T.: +43 662 889400