Die Saisonkonzerte der Stiftung Mozarteum Salzburg

2020/21: neue Spielstätte, junge musikalische Exzellenz und erlesene Liederabende

0,49 km vom Residenzplatz Salzburg

Mit einem ausgesuchten, kompakten und stimmig verwobenen Konzertprogramm, das auch einige Neuerungen mit sich bringt, kehrt nach der Stille der vergangenen Monate endlich wieder lebendige Klangvielfalt in die Konzertsäle der Stiftung Mozarteum Salzburg ein. Sich weiter öffnen ist die Devise in der Konzertsaison 20/21 und das sowohl in stilistischer als auch in örtlicher Hinsicht. "Unser Fokus in der kommenden Saison liegt vor allem auf KünstlerInnen, die ihre Suche nach neuen, offenen Konzert-Formaten und auch ihre Freude an der Kommunikation mit dem Publikum eint. Das sind allesamt MusikerInnen, die neben musikalischer Exzellenz, die selbstverständlich für die Stiftung Mozarteum ist, auch ein anderer, lockerer und natürlicher Umgang mit zeitgenössischer Musik verbindet und die Lust haben, ihre Reflexionen über die Musik zu teilen und zu vermitteln“, fasst Konzertchef Andreas Fladvad-Geier die Bandbreite seiner Programm-Ideen zusammen. „In unseren after work-Konzerten spinnen wir diese Idee noch einmal weiter, so dass unsere Palette von Mozart, Beethoven, Schubert, Strauss und Krenek über Swing bis hin zu Volksmusik aus verschiedenen Ländern reicht.“

Stiftungs-Präsident Johannes Honsig-Erlenburg ergänzt: „Mit dem neuen Saisonprogramm werden wir die Vielfalt der Musik und die Spielfreude zurück ins Mozarteum bringen, um unserem Publikum nach der Corona-Pause wieder unvergessliche Konzerterlebnisse zu ermöglichen. Und wir freuen uns natürlich, mit einem neuen Konzertsaal in der Villa Vicina den ZuhörerInnen und den KünstlerInnen eine weitere Spielstätte in Salzburg anbieten zu können, die begeistern wird!“

Neue Spielstätte Villa Vicina

Dem geplanten Umbau des Pausenfoyers geschuldet, findet ein Teil der Konzerte in der unmittelbaren Nachbarschaft statt – die Konzerte weichen ab Frühjahr 2021 ins Marionettentheater bzw. in die neu eröffnete Villa Vicina aus. In der Schwarzstraße 30 hat die Stiftung Mozarteum die Chance erhalten, eine neue Spielstätte für die Kulturstadt Salzburg zu erschließen. Der Veranstaltungssaal in dem neu adaptieren Gebäude umfasst rund 120 Plätze und wird bereits zur Saisoneröffnung im Oktober vorgestellt.

Mit einem opulenten Eröffnungsreigen mit fünf Konzerten startet die Stiftung Mozarteum vom 6. bis 11. Oktober in die neue Saison: Die umjubelten Pianistenbrüder Lucas und Arthur Jussen, der beliebte Salzburger Geiger Benjamin Schmid und Tubist Andreas Martin Hofmeir im Bunde mit Harfenist Andreas Mildner holen ihre im Frühjahr coronabedingt verschobenen Konzerte nach. Das Ensemble Amarcord Wien eröffnet den Veranstaltungsbetrieb in der Villa Vicina mit einem after work-Konzert und huldigt dabei dem Jubilar Beethoven. Christoph Koncz lässt in Begleitung der Les Musiciens du Louvre Mozarts originale Konzert-Geige erklingen.

Ein Hohelied auf das Lied

Zwei Schwerpunkte prägen das Konzertprogramm in der Saison 20/21: Das intime, persönliche Genre des Liedes wird an vier Abenden mit hochkarätigen SolistInnen zelebriert. So kommt Elīna Garanča für eine Lied-Gala an die Salzach (6. November). Die weltweit gefeierte Mezzosopranistin wird mit einem Programm, das von Strauss und Rachmaninoff über spanische Lieder und Zarzuelas reicht, alle Facetten ihrer Gesangskunst zeigen. Der Tamsweger Bariton Rafael Fingerlos gehört zu den wichtigsten jungen Opern- und Liedinterpreten nicht nur im Ensemble der Wiener Staatsoper, sondern längst auch auf internationalen Bühnen. Er steht mit Liedern von Schubert, Beethoven, Strauss und Fürstenthal auf der Bühne im Großen Saal (16. Oktober). Bassbariton Douglas Williams gestaltet einen Liederabend unter amerikanischer Flagge mit Werken u. a. von Bernstein, Weill, Porter und einer Uraufführung von Iain Bell (27. November). Und mit Kreneks „Reisebuch aus den österreichischen Alpen“, interpretiert von Tenor Wolfgang Ablinger-Sperrhacke, schließt der Liederzyklus in der kommenden Saison am 21. April.

Mit MozartLAB initiiert die Stiftung Mozarteum ein internationales Nachwuchsprogramm zur Förderung von Exzellenz in Musik und Kultur. Der Fokus dieser Förderplattform liegt dabei in der praxisorientierten Vermittlung der Kernkompetenzen Konzerte, Museen und Wissenschaft an musisch und kulturell ambitionierte Talente. Ein Aspekt dabei ist, KünstlerInnen der jungen Generation auch im Rahmen der Konzertsaison noch stärker ins Rampenlicht zu holen. Sieben MozartLAB Konzerte werden diesen Fokus in der Saison 20/21 noch klarer schärfen. So reisen in den nächsten Monaten internationale Nachwuchsstars nach Salzburg, darunter das Viano String Quartet (20. Oktober) aus Los Angeles, die britische Pianistin Isata Kanneh-Mason (10. November), die Gewinner des Internationalen Mozartwettbewerbs 2018 Quatuor Tchalik (24. November) oder die Französin Anaïs Gaudemard (15. Dezember), die derzeit als eine der besten Harfenspielerinnen gilt. Der Wiener Kontrabassist Dominik Wagner kommt mit seinen (Spiel-)Freunden (23. Februar), für den Salzburger Geiger Benjamin Herzl wird der Auftritt mit Pianist Ingmar lazar im Marionettentheater zum Heimspiel (16. März) und der Berliner Christoph Heesch wird mit seinem Violoncello mit einem Programm von Bach bis Berio begeistern (13. April).
Zusätzlich wird die after work-Konzertreihe ein schillerndes musikalisches Farbenspiel ins Saisonprogramm 20/21 bringen. Die entspannten Konzerte in lockerer Atmosphäre erfreuen sich seit drei Jahren großer Beliebtheit. Der after work-Reigen startet zur Saisoneröffnung mit dem Quartett Amarcord Wien (8. Oktober), Die Tontauben werden mit ihrem mitreißenden Swing der 30er bis 50er Jahre das Konzertpublikum zumindest zum Mitwippen verführen (10. Dezember), das Quartetto Chagall, inspiriert vom Maler Marc Chagall, ist mit einer irisierenden Palette von Werken von Debussy über Piazolla, Puccini und Glass zu erleben (6. Mai), mit der ungewöhnliche Paarung von Mundharmonika und Klavier werden OPUS Klassik-Preisträger Konstantin Reinfeld und Benyamin Nuss mit einem Repertoire, das zwischen Bach, Bartók und Chick Corea changiert, begeistern (27. Mai) und das Lofoten Cello Duo nimmt die ZuhörerInnen auf eine Reise durch die Welt der Volksmusik Skandinaviens bis zum Balkan, durch den Nahen Osten und Katalonien mit (17. Juni). Die Kolophonistinnen warten mit einem Musikbukett von Mozart bis zur Gegenwart auf (24. Juni). Das junge Celloquartett hat ihre Karriere mit einem phänomenalen Auftritt im Pausenfilm beim Neujahrskonzert 2017 gestartet.

Informationen zu Karten und Abonnements

Das Programm der Saison 2020/21 ist unter www.mozarteum.at abrufbar. Die Tickets und Abonnements sind ab Juli 2020 erhältlich. Einzelkarten für die Saisonkonzerte werden zu Preisen zwischen 10 und 39 Euro bzw. 20 und 79 Euro für die Sonderkonzerte im Großen Saal und um 25 Euro im Wiener Saal, Marionettentheater und Villa Vicina angeboten. Es gibt unterschiedliche Abonnements wie zum Beispiel das Abo „Kammermusik alle“ mit allen 21 Veranstaltungen der neuen Konzertsaison um 300 Euro oder die after work-Konzerte im Abo für 110 Euro. Für junge Leute, SchülerInnen, Studierende und Lehrlinge bis 26 Jahre, gibt es seit vielen Jahren attraktive Angebote: Einzelkarten für 10 Euro, ein Jugend-Abo mit 3 Konzerten für 15 Euro oder die „Flatrate‘‘ für alle Konzerte der Saison für nur 50 Euro.


Quelle: Stiftung Mozarteum Salzburg

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BenjaminSchmid
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