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f. Salzburg im 19. Jahrhundert

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Stadtgeschichte

Salzburg im 19. Jahrhundert - eine turbulente Geschichte!

Mit dem Jahre 1800 schlitterte auch Salzburg in die Wirren der Napoleonischen Kriege: Zwischen 1800 und 1816 wurde Salzburg zum Spielball zwischen Bayern und den Habsburgern. Großherzog Ferdinand III. von Toskana regierte zwei Jahre lang ein Kurfürstentum Salzburg. Kronprinz Ludwig von Bayern residierte über fünf Jahre im Schloss Mirabell und stand so dem Inn- und Salzachkreis als Generalgouverneur vor.

Dazwischen kamen immer wieder die Franzosen, um die Stadt zu plündern und viel zu hohe Kontributionszahlungen zu fordern, was der Bevölkerung naturgemäß nicht gut bekam – sie verarmte. Bayern und Österreicher standen dem um nichts nach und heimsten allerlei Wertgegenstände und Archivalien ein.

Als 1816 schließlich die ehemalige Fürstenstadt eine unbedeutende Kreisstadt Oberösterreichs wurde, brach die Wirtschaft vollends zusammen. Die Bevölkerung schrumpfte von 16.000 auf 12.000 Einwohner zusammen, denn Beamte und Wirtschaftstreibende suchten zum Großteil in der Hauptstadt Linz ihr Glück. Eine große Hungersnot nach fürchterlichen Missernten zwischen 1814 und 1816 forderte zahlreiche Todesopfer.

Zu allem Überdruss vernichtete 1818 ein Großbrand einen Großteil der Rechten Altstadt und das Schloss Mirabell. Dies war aber jene Zeit, als Salzburg schön langsam zum Anziehungspunkt für Maler, Literaten und Reisende wurde, die vor allem die wunderbare Natur lobten.

Franz Schubert besuchte Salzburg und schrieb: „Auf den Straßen und Plätzen der Stadt, deren es viele und schöne gibt, wächst Gras, so wenig werden sie betreten“.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ging es dann wieder halbwegs aufwärts. Salzburg wurde die Hauptstadt eines neuen Kronlandes. 1860 wurden die in Richtung Norden ausgelegten Befestigungsanlagen dem Erdboden gleichgemacht. Außerdem wurde Salzburg an die Elisabeth-Westbahn zwischen Wien und München angeschlossen. Kaiser Franz Josef I. und König Max II. von Bayern gaben sich deswegen ein Stelldichein. Man erfreute sich an zunehmender Beliebtheit.

Damit setzte auch ein nicht unbeachtlicher Bauboom ein. Die Stadt dehnte sich Richtung Bahnhof aus. Repräsentative Gründerzeitbauten entstanden. Der Eisenbahnunternehmer Karl Freiherr von Schwarz bekam die Genehmigung zur Regulierung der Salzach. So entstanden die Verkehrswege an den Ufern der Salzach, die bis heute die Stadt empfindlich durchschneiden. Daneben säumten ab nun schmucke Villen, Hotels und Bankgebäude die neuen Boulevards. Die Grundlage für einen aufstrebenden Tourismus war geschaffen.

Im Zuge dessen formierten sich selbstverständlich politische Parteien und zahlreiche Vereine. Stadt und Land wurden zu einem Zentrum des Alpinismus und des Sports. Daneben war man bis zum Ersten Weltkrieg äußerst konservativ. Die meisten Bürgermeister entstammten dem Liberalen Lager, das sich zunehmend dem Deutschnationalismus zuwendete.

Nachdem mit der Enthüllung des Mozartdenkmals 1842 der Mittelpunkt der Mozartwelt eingerichtet wurde, hatte man 1880 mit der Gründung der Internationalen Stiftung Mozarteum eins draufgesetzt und einen ordentlichen Ausbildungsplatz für begabte Musiker geschaffen. Mit Mozartfesten versuchte man zahlungskräftiges Publikum in die Stadt zu bekommen.

Zum musikalischen Durchbruch kam es  dann 1920. Die Herren Max Reinhardt, Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss befanden Salzburg als ideale Bühne für Festspiele. Zugegebenermaßen war die erste Aufführung ein Theaterstück: der „Jedermann“ auf dem Domplatz. Der Erfolg sprach für sich. Bald war Salzburg befüllt mit Gästen aus der High Society. Bereits 1925 wurde durch Landeskonservator Eduard Hütter die erzbischöfliche Militärreitschule in ein erstes Festspielhaus verwandelt. Leute wie Walter, Toscanini, Furtwängler, Böhm und Karajan waren Garant für ein stetiges Wachstum. Letzterer begründete übrigens später dann noch die Salzburger Oster- und Pfingstfestspiele.

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