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Stadtgeschichte

Salzburg und die Blütezeit

Stadt-Geschichte bis ins 18. Jahrhundert!

Durch das hohe Vorkommen an Bodenschätzen wuchs Salzburg zu einem der potentesten Fürstentümer des Reiches. Der Salzhandel und die hohen Gewinne aus den Goldbergwerken erlaubten es dem mit 28 Jahren gewählten Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau um 1600 die Stadt Salzburg in eine riesige Baustelle zu verwandeln. Eine Reihe neuer Gebäude und Umbauten wie zum Beispiel den vorher abgebrannten romanischen Dom wurden in Angriff genommen. Über 60 Bürgerhäuser durften Platz schaffen für jene ausladenden Plätze, die heute so typisch für Salzburg sind. Außerdem ließ er den Vorgängerbau des Schlosses Mirabell für seine geliebte Salome Alt und die 15 Kinder aus dieser Verbindung erbauen. Die Versorgung der Familie hat doch immer wieder Vorrang.

Unglücklicherweise fing der Begründer des barocken Salzburg einen Krieg mit den übermächtigen Bayern an. Es war ein Wirtschaftskrieg, in welchem es um die Salzexporte der Salzachstadt ging. Bayern unter Herzog Maximilian I. war eine der größten Militärmächte seiner Zeit. Und so wurde 1611 der bauwütige Kirchenfürst inhaftiert und auf die Festung Hohensalzburg verbracht. 1612 dankte er ab und starb fünf Jahre später in Gefangenschaft.

Wolf Dietrichs Nachfolger vollendeten in den nächsten 200 Jahren die großartige Umgestaltung und schufen so die unvergleichliche Skyline Salzburgs:

Markus Sittikus von Hohenems, Wolf Dietrichs Neffe, setzte sich mit der Neuplanung und Erbauung des Domes in Szene – es sollte das erste frühbarocke Gebäude nördlich der Alpen werden. Außerdem brachte er mit der ersten Opernaufführung auch diese Kategorie in die deutschsprachigen Gefilde. 1613 hat er in nur vier Jahren Bauzeit der Tourismusstadt Salzburg ein echtes Unikat geschenkt: das nach römischen Vorbildern aufgezogene Lustschloss Hellbrunn mit seinen heute immer noch tadellos funktionierenden Wasserspielen.

Paris Graf von Lodron brachte den Dombau zu Ende und ließ die Stadt aufgrund des drohenden Dreißigjährigen Krieges bis zur Uneinnehmbarkeit befestigen. Die Weihe des Domes im Jahre 1628 sollte das größte Fest werden, das Salzburg bis heute gesehen hatte. Es dauerte eine ganze Woche. Zudem wurde unter ihm endlich eine Universität gegründet.

Den imposanten Residenzbrunnen im Zentrum der Altstadt hat Fürsterzbischof Guidobald Graf und Thun und Hohenstein 1656 in Auftrag gegeben. Die Enthüllung erfolgte 1661 mit einem Fauxpas: Die Leitungen hielten dem Druck nicht stand, der Brunne führte die nächsten 40 Jahre kein Wasser.

Sein jüngster Bruder Ernst besetzte ebenfalls den Posten des Erzbischofs. Unter seiner Regie tobte sich um 1700 der Paradearchitekt des Barock in der Metropole aus. Sein Name: Johann Bernhard Fischer von Erlach. Seinen Plänen entsprangen die Dreifaltigkeitskirche, die Kollegienkriche, die Ursulinenkirche, die St. Johanns-Spitals-Kirche und sogar das heutige Casino – Schloss Klessheim. Ernst von Thun und Hohenstein ließ als Zeichen seiner wirtschaftlichen Macht das Glockenspiel installieren, welches heute noch genauso gut funktioniert wie damals. Da sind wir Salzburger sehr stolz drauf.

Salzburg blieb aber weiterhin ein rauer Boden für Protestanten. Dies führte dazu, dass erst im Jahre 1732 unter Erzbischof Leopold Anton Reichsfreiherr von Firmian etwa 20.000 Protestanten das Land zu verlassen hatten. Da machte er sich in anderen Ländern nicht wirklich Freunde. Immerhin hinterließ uns der strenge Kirchenfürst Schloss Leopoldskron samt dazugehörigem Weiher, um zahlreiche Spaziergänger am Stadtrand zu ergötzen.

1756 kam dann endlich unser Herr Mozart zur Welt. Deswegen und weil die Salzburger am schnellsten den Werbewert erkannten, sind wir heute die Mozartstadt. Angeblich ist der streitbare Künstler per Fußtritt aus den erzbischöflichen Diensten entlassen worden. Gut für den Künstler selber, denn in Wien entwickelte sich eine steile und einträgliche Karriere.

Aus verkehrstechnischen Gründen wurde zehn Jahre später das Sigmunds- oder Neutor durch den Mönchsberg gehauen. Heute überlegt man sich die Stilllegung dieses drittältesten Städtetunnels Europas – so ändern sich die Zeiten und die Ansicht über ideale Verkehrsverbindungen.

Der letzte Fürsterzbischof, Hieronymus Graf Colloredo von Waldsee und Mels, führte Stadt und Land Salzburg durch das Zeitalter der Aufklärung. Faschingsbegeisterte und Freunde von prunkvollen Umzügen hat der Mann ordentlich enttäuscht, denn er verbot so ziemlich alles, was lustig und unterhaltsam ist.

Auf der anderen Seite reformierte er das Schulwesen und förderte gezielt Wissenschaften, Literatur und Medienwesen. Sogar Alexander von Humboldt beehrte in dieser Zeit Salzburg, um sich eingehend mit der Bibliothek des Naturwissenschafters Freiherr von Moll zu widmen.

Colloredo musste schließlich vor den herannahenden napoleonischen Truppen flüchten.

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